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UruguayStand: April 2026
[HINWEIS] Wichtig: Das Ein-Pedal-Fahren (OPD) ist eine Komfort- und Effizienzfunktion, die das Fahrerlebnis durch regeneratives Bremsen verbessern soll. Es ist kein Ersatz für das physische Bremspedal. Fahrer müssen in allen Notbremssituationen oder immer dann, wenn die Verzögerungsrate des Fahrzeugs über OPD für die aktuellen Verkehrsbedingungen nicht ausreicht, bereit sein, die mechanischen Bremsen manuell zu betätigen. |
Der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug (EV) bringt neue Fahrkonzepte mit sich. Eines der prägendsten ist das sogenannte One‑Pedal‑Driving. Dabei wird ein Großteil der Verzögerung nicht mehr über das Bremspedal, sondern über das Fahrpedal gesteuert. Was zunächst ungewohnt klingt, ist ein durchdachtes Zusammenspiel aus Effizienz, Komfort und moderner Fahrzeugtechnik.
Beim One‑Pedal‑Driving steuert der Fahrer sowohl Beschleunigung als auch Verzögerung über das Fahrpedal. Wird der Fuß vom Pedal genommen, arbeitet der Elektromotor als Generator und bremst das Fahrzeug kontrolliert ab. Die dabei entstehende Energie wird durch regeneratives Bremsen in die Batterie zurückgeführt.
Dieses System entlastet die mechanischen Bremsen im Alltag, ersetzt sie jedoch nicht. Das physische Bremspedal bleibt jederzeit verfügbar und ist insbesondere für Notbremsungen vorgesehen.
Gerade im Stop‑and‑Go‑Verkehr kann One‑Pedal‑Driving dazu beitragen, Energie zurückzugewinnen. Statt Bewegungsenergie in Wärme umzuwandeln, wird sie beim Verzögern teilweise gespeichert. Dies kann – abhängig vom Fahrprofil – die Effizienz im urbanen Verkehr unterstützen.
| Komfort | Weniger Verschleiß | Effizienz | Umweltaspekt |
|---|---|---|---|
| Gleichmäßige, gut dosierbare Verzögerung im Stadtverkehr | Reduzierte Nutzung von Bremsbelägen und ‑scheiben | Rückgewinnung von Energie durch Rekuperation | Geringerer Bremsabrieb und damit weniger Feinstaubemissionen |
One‑Pedal‑Driving ist eine Komfort‑ und Effizienzfunktion, keine sicherheitsrelevante Notbremslösung. In bestimmten Situationen ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich:
Lernphase: Die Dosierung des Pedals erfordert Gewöhnung
Winterbedingungen: Bei Schnee oder Eis empfiehlt es sich, die Rekuperation zu reduzieren
Notfälle: Für maximale Verzögerung muss immer das Bremspedal genutzt werden
Moderne Fahrzeuge erkennen bei starker Verzögerung automatisch eine Bremsung und aktivieren die Bremslichter – auch ohne Betätigung des Bremspedals.
XPENG‑Modelle wie G6 und G9 bieten mehrere Rekuperationsstufen – von sanftem Ausrollen bis zum X‑Pedal‑Modus. Dieser sorgt für eine kräftige, aber kontrollierte Verzögerung, hält jedoch bewusst eine geringe Kriechgeschwindigkeit aufrecht. Für den vollständigen Stillstand ist weiterhin ein kurzer Druck auf das Bremspedal erforderlich.
Dieses Konzept unterstützt einen intuitiven Übergang zwischen Rekuperation und mechanischem Bremsen und trägt dazu bei, das natürliche Fahrerinstinkt‑Verhalten beizubehalten.

Quelle: Benutzerhandbuch XPENG G6
Sanft beginnen: Starten Sie mit niedriger Rekuperation
Dosiert fahren: Nutzen Sie das Pedal feinfühlig im Stadtverkehr
Anpassen je nach Situation: Auf Autobahnen kann Ausrollen effizienter sein
A: Nein. Elektromotoren in Elektrofahrzeugen sind konstruktiv für den Einsatz der regenerativen Bremsung ausgelegt. Beim One‑Pedal‑Driving übernimmt der Motor kontrolliert die Verzögerung und wandelt Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Dieser Betriebszustand ist technisch vorgesehen und kann im Alltag sogar dazu beitragen, die mechanischen Bremskomponenten zu entlasten. Die tatsächliche Beanspruchung hängt jedoch vom individuellen Fahrverhalten und den gewählten Einstellungen ab.
F: Kann ich das One-Pedal-Driving auf der Autobahn nutzen?
A: Grundsätzlich ist One‑Pedal‑Driving auch auf der Autobahn nutzbar. Bei gleichmäßigen hohen Geschwindigkeiten kann es jedoch effizienter sein, mit geringerer Rekuperation auszurollen, anstatt kontinuierlich stark zu verzögern. Viele Fahrer passen die Rekuperationsstufe je nach Fahrsituation an und nutzen ausgeprägtere One‑Pedal‑Modi bevorzugt im Stadtverkehr oder bei Ausfahrten.
F: Reicht One‑Pedal‑Driving für eine Notbremsung aus?
A: Nein. One‑Pedal‑Driving ist auf komfortable und kontrollierte Verzögerung ausgelegt und ersetzt das mechanische Bremssystem nicht. In kritischen Situationen oder bei einer notwendigen Vollbremsung muss immer das physische Bremspedal betätigt werden. Das hydraulische Bremssystem ist für maximale, unmittelbare Bremskraft ausgelegt und bleibt das primäre Sicherheitssystem des Fahrzeugs.